«Rock and hawk», de Robinson Jeffers

Here is a symbol in which
Many high tragic thoughts
Watch their own eyes.

This gray rock, standing tall
On the headland, where the seawind
Lets no tree grow,

Earthquake-proved, and signatured
By ages of storms: on its peak
A falcon has perched.

I think here is your emblem
To hang in the future sky;
Not the cross, not the hive,

But this; bright power, dark peace;
Fierce consciousness joined with final
Disinterestedness;

Life with calm death; the falcon’s
Realist eyes and act
Married to the massive

Mysticism of stone,
Which failure cannot cast down
Nor success make proud.

Robinson Jeffers

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«Die gestundete Zeit», d’Ingeborg Bachmann

Es kommen härtere Tage.
Die auf Widerruf gestundete Zeit
wird sichtbar am Horizont.
Bald musst du den Schuh schnüren
und die Hunde zurückjagen in die Marschhöfe.
Denn die Eingeweide der Fische
sind kalt geworden im Wind.
Ärmlich brennt das Licht der Lupinen.
Dein Blick spurt im Nebel:
die auf Widerruf gestundete Zeit
wird sichtbar am Horizont.

Drüben versinkt dir die Geliebte im Sand,
er steigt um ihr wehendes Haar,
er fällt ihr ins Wort,
er befiehlt ihr zu schweigen,
er findet sie sterblich
und willig dem Abschied
nach jeder Umarmung.

Sieh dich nicht um.
Schnür deinen Schuh.
Jag die Hunde zurück.
Wirf die Fische ins Meer.
Lösch die Lupinen!

Es kommen härtere Tage.

Ingeborg Bachmann
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«Der panther», de Rainer Maria Rilke

Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke
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«Porque», de Sophia de Mello

Porque os outros se mascaram mas tu não
Porque os outros usam a virtude
Para comprar o que não tem perdão.
Porque os outros têm medo mas tu não.

Porque os outros são os túmulos caiados
Onde germina calada a podridão.
Porque os outros se calam mas tu não.

Porque os outros se compram e se vendem
E os seus gestos dão sempre dividendo.
Porque os outros são hábeis mas tu não.

Porque os outros vão à sombra dos abrigos
E tu vais de mãos dadas com os perigos.
Porque os outros calculam mas tu não.

Sophia de Mello
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Segrest

Ni tan sols ocupem la vida.
Ni en propietat ni en usdefruit.
Ens la segresten en nàixer
i comencem així a morir
en una persistent i brutal síndrome
d’Estocolm on hem sigut convençuts
de la necessitat d’acceptar impunement
la sistemàtica explotació de la nostra vida
per mantenir intactes les constants vitals
de la mentida, de la misèria i de la por.

I jo crec en l’amor.